Wer kann mal die Radieschen gießen?
Die Gemüsesaison hat längst begonnen, auch wenn es weiterhin frisch ist und nachts immer wieder Bodenfrost droht. Die ersten Radieschen sind geerntet und in den Anzuchttöpfen lässt sich die erste Gurke blicken.
Und damit ist auch sie wieder da: die Aufgabe der Betreuung. Allein schon jedes Radieschen braucht von der Saat bis zur Ernte über fünf, sechs Wochen die liebevolle Aufmerksamkeit der Gärtnerin, d.h. es will gegossen werden, das Gewächshaus muss bei Sonne auf jeden Fall gelüftet, des nachts aber gut verschlossen werden. Frost gilt es abzuwehren ebenso wie die Erdflöhe und so fort.
Wenn man dann, wie jetzt zu Ostern, ein paar Tage mal fort will, braucht es Hilfe von nebenan. Der Garten an sich kommt wunderbar ohne mich aus, zumindest für diese paar Tage. Aber die Radieschen nicht. Aber da ist ja der Nachbar, der eh seine Pflänzchen betüdelt. Nur leider: Nicht in diesen Ostertagen, sagt er, da will auch er weg und wollte eigentlich mich fragen ...
Letztlich springt die Tochter der anderen Nachbarin ein, sie muss eh das Haus hüten. Sie lerne ich an – wenn sie denn man bloß nicht bei Sonne das Gewächshaus zu spät lüftet, schließlich hat sie ja Ferien. Doch, das sage ich mir, wer wie ich mal raus will, muss auch loslassen können.
Ach ja, die Gurke: Die Anzuchttöpfe gebe ich einer weiteren Nachbarin, sie ist schon was älter, freut sich umso mehr über die Pflegekinder. Ich habe eine schöne helle Fensterbank, sagt sie. Wenn die mal nicht zu sonnig ist