Die urbanen Waldgärten der Jennifer Schulz

Von Kornelkirsche, Kobushi-Magnolie und Kommunikation.

Botanisch betrachtet sind urbane Waldgärten ein mehrschichtiges, essbares Pflanzensystem. Und außerdem sind sie ein vielschichtiges soziales Experiment. Jedenfalls so, wie Dr. Jennifer Schulz ihre Waldgärten plant: als öffentliches Grün, das von bürgerschaftlichem Engagement in unterschiedlicher Form getragen wird.

Neben Gemeinschaftsflächen gibt es auch Kleingartenparzellen

Vom Waldgarten zur Forschung

Seit zwanzig Jahren beschäftigt sich die die Landschaftsplanerin mit Waldgärten in Brasilien, Portugal und jetzt in Deutschland. Also Dozentin arbeitet sie an der Universität Potsdam, wo sie im April 2021 das Projekt „Urbane Waldgärten: Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional“ zusammen mit dem Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner e. V., dem Freilandlabor Britz e. V. und dem Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel gestartet hat.

Die Beeren der Ölweide lassen sich im Salat verwenden.

Ein Projekt mit vielen Partnern

Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.

Auch Spaziergänger dürfen naschen.

Drei Gärten, ein Ziel

In dieser Zeit sind drei urbane Waldgärten entstanden: einer im Berliner Ortsteil Britz und zwei in Kassel. Und weil das Projekt im März 2027 endet und die Waldgärten eigenständig durch bürgerschaftliches Engagement weitergeführt werden, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen.  

Alle 150 essbaren Pflanzen sind beschriftet. Vereine können sich die QR Codes bei über das Projekt urbane Waldgärten kostenlos downloaden.

Was einen Waldgarten ausmacht

Bei einem Rundgang in Britz erzählt Jennifer Schulz, wie ein Waldgarten funktioniert, was der Unterschied zu einem Tiny Forest ist, welche Effekte er auf Fauna, Flora und Gesundheit hat und was sie an urbanen Waldgärten fasziniert, wie sie mögliche Waldgarten-Nachahmern unterstützt – und warum es neben Kräutern, Kornelkirsche und Kobushi-Magnolie vor allem Kommunikation zum Gelingen braucht.

Dr. Jennifer Schulz baut eine Wissensplattform für Waldgarten-Nachahmer auf.

Viel Spaß beim Hören!

Kontakt:

Dr. Jennifer Schulz

jennifer.schulz@uni-potsdam.de

https://www.urbane-waldgaerten.de

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