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Zimmerpflanzen - die grünen Nieren

Zimmerpflanzen sehen nicht nur schön aus. Viele von ihnen verbessern das Raumklima und absorbieren Schadstoffe, die von Möbeln, Wandfarbe und elektronischen Geräten an die Zimmerluft abgegeben werden.

Vor einigen Jahren erforschte die NASA die Sauerstoffproduktion von Pflanzen, nachdem man festgestellt hatte, dass die Luft in den Raumschiffen zahlreiche Schadstoffe enthielt. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass bestimmte Pflanzen CO2 und Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethan effektiv herausfiltern und in Sauerstoff umwandeln. Und das tun die Pflanzen natürlich nicht nur im All. Auch hier auf der Erde können wir unser Raumklima mit Hilfe dieser Pflanzen verbessern. 

Gärtnermeister Andreas Gellesch neben apartem Bogenhanf © GartenRadio.fm
"Blüten sind schön - bringen aber nichts für das Klima"

sagt Andreas Gellesch, Gärtnermeister in der Alexianer Klostergärtnerei. Denn eines haben die luftreinigenden Pflanzen gemeinsam: viel Blattmasse.  Und damit werden sie wie eine Art biologisches Mikrofaser-Staubtuch zum Feinstaub-Killer. Sie wandeln feine Staubpartikel in Kohlendioxid um und produzieren durch Photosynthese Sauerstoff.

Mittlerweile kann man diese besonderen Fähigkeiten einiger Pflanzen an den Etiketten erkennen, die sie als "besonders Raumklima fördernde Gewächse" ausweisen.  
 Farne gibt es  in allen möglichen Formen und Farben - hier ein Geweihfarn © GartenRadio.fm

Schwertfarne - Vielfalt und Genügsamkeit

Schwertfarne gehören zu diesen "Klimapflanzen". Sie sorgen für die Luftfeuchtigkeit und verfügen gleichzeitig über eine Filterwirkung und versorgen den Raum mit Sauerstoff. Sie gelten als unkomplizierte Mitbewohner. Man kann sie leicht feucht halten und sogar in Wasser stehen lassen. Es gibt sie in ganz unterschiedlichen Variationen.  

Der klassische Bogenhanf © GartenRadio.fm
Der Bogenhanf

Den robusten Bogenhanf kennen wir schon aus den Blumenfenstern in den Siebziger Jahren. Schätzten unsere Großmütter ihn schon für seine robuste und genügsame Art, hat er durch das Bekanntwerden seiner Dienste für das Raumklima heutzutage eine neue, nachhaltige Komponente bekommen.

Dank seiner großen Blätter und seines hohen Feuchtigkeitsanteils ist es dem Bogenhanf ein Leichtes, die Luft zu filtern. Auch den Bogenhanf gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten. Vom blattreichen "Klassiker" in gelb-grün bis hin zum minimalistisch-monolithischen Ein-Blatt Gewächs. (wie in der Abb. mit Andreas Gellesch zu sehen)

Chlorophytum oder Grünlilie eigent sich auch für Büros © GartenRadio.fm
Die Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Auch die Grünlilie ist eine "Filterpflanze", mit dem Vorteil, dass sie sich überall wohlfühlt, fast nichts zum Leben braucht und dabei fleissig neue Blattmasse bildet. Deshalb eignet sie sich auch besonders für Büroräume. Auch für Pflanzenneulinge, die gernemal das Gießen der Pflanze vergessen, sind Grünlilien bestens geeignet.   

Spatiphyllum oder Einblatt ist die eleganteste Form der Luftreinigung © GartenRadio.fm

Das Einblatt

Das Einblatt ist die wohl eleganteste Möglichkeit der Luftreinigung. Die Blätter dieser wunderschönen Raumpflanze sehen schlicht und schön aus. Sie kann bis zu 70 cm groß werden und ihre Blätter erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 cm. 

Epipremnum oder Efeututen


Bevorzugt wächst das Epipremnium in einem feucht-warmen Klima. Die Kletterpflanze hangelt sich beispielsweise an Wänden oder Einsteckstäben entlang. Nicht umsonst kommt sie in Terrarien zur Anwendung und sorgt dort für ausreichende Feuchtigkeit, welche die Tiere benötigen. Aber auch in trockenen Räumlichkeiten, die über Klimaanlagen verfügen, ist der Einsatz zu empfehlen. Bewässert mit der Sprühflasche, handelt es sich um eine dankbare Zimmerpflanze

Epipremnum oder Efeututen eigenen sich auch für Wandbilder © GartenRadio.fm

Wie viele Pflanzen man braucht, um das Raumklima zu verbessern, ob man sie besser in Erde oder in Hydrokultur pflanzt, und welcher Efeu als "Klimapflanze" geeignet ist  - hören Sie in der Sendung.