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Sommerköstlichkeit

Naturnah und praktisch sind die Österreicher - für den Holunderblütensirup packen sie gleich alle Zutaten in die Tüte

Lange Jahre ist sie her, unsere Sommerwanderung durch den Wiener Wald. Hinauf durch die Weindörfer, oben durch lichten, milden Sommerwald, hinunter zur Donau zum Elternhaus einer Freundin. Dort im Garten meine erste Begegnung mit dieser Sommerköstlichkeit: Holunderblütensirup. Er löschte mit seinem wundersamen Sommeraroma herrlich den Durst - es war der Beginn einer langen und noch immer währenden Freundschaft.

Holunderblüten
Fortan habe ich immer wieder Rezepte probiert, um den Sirup selbst und in Mengen und haltbar in Flaschen zu füllen. Derweil wurde der Holunderblüten- oder Hollasirup auch hierzulande immer populärer, die Blüte begehrt und manchmal knapp, er trat einen Siegeszug in Form von „Hugo“ an - und ich probiere noch immer Rezepte.

Dann beim letzten Urlaub in Österreich im Regal des kleinen Supermarktes die Entdeckung von praktischem Sirup-Zucker. Hübsch verpackt, so als stünde dieser Zucker auch und immer schon im Vorratsraum von der Liesel Gruber (Sie wissen schon, die Mutter vom Bergdoktor).

Holunderblütensirup angesetzt
Drin in der Tüte sind die wichtigsten Zutaten für den Sirup: Zucker und Zitronensäure. Und so probier ich jetzt in diesem Sommer halt dieses Rezept von der Tüte. Ein Kilo von diesem Zucker in 3/4 Liter Wasser aufkochen, über die gesammelten Blüten gießen, zwei Tage kühl stellen, abseihen und für den alsbaldigen Genuss in Flaschen füllen und kühl lagern. Länger haltbar wird der Sirup, wenn man ihn nach dem Abseihen noch mal kurz aufkocht. Fazit: Der Sirup schmeckt gut, könnte etwas mehr Zitronensäure oder -saft vertragen, das lässt sich aber auch nachträglich beim Verzehr zufügen.

Holunderblütensirup abgefüllt (links Rhabarbersirup)

Die Rezepte für Holunderblütensirup variieren, auch die beim Österreich-Urlaub gesammelten: Wie ist das Verhältnis von Zucker und Wasser, soll der Aufguss in der Sonne stehen oder im kühlen Keller, noch mal Aufkochen oder nicht, usw. Wichtig ist: Wer vom Sirup tatsächlich etwas in den Winter retten will, sollte ihn tatsächlich als Sirup einkochen, d.h. mehr Zucker als Wasser nehmen und ihn zum Abfüllen noch mal aufkochen.
Mehr über Holunderblütensirup - Lieblingssommergetränk der GartenRadio-Redaktion - hier.