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Kraftsträuße. Wilde Kräuter für magische Sträuße

Bis in die 60er Jahre hinein gab es in der katholischen Kirche zu Maria Himmelfahrt die so genannte Kräuterweihe. Die Gläubigen sammelten eine festgelegte Anzahl ganz bestimmter Kräuter. Der Priester segnete sie, und fortan schützten sie vor Unheil und vor allem vor Blitzschlägen.

Die Kräuterfachfrau Christina Mann löst die Kräutersträuße von dieser rituellen Bedeutung. Sie beschreibt, welche magischen Kräfte von Kräutern ausgehen. Vom Frauenmantel zum Beispiel, der für das weibliche Prinzip schlechthin steht. Angeblich schützt das Tauwasser auf seinen Blättern das Antlitz von Frauen vor dem Altern. Sie bindet ihn unter anderem zusammen mit Taubnessel und Kamille. Dieser Strauß soll Gelassenheit, Ruhe und mütterliche Gefühle verleihen. Beinwell gehört dagegen in den Strauß, der Böses vertreiben soll, und die Königkerze schenkt Energie.

Ob man diese Sträuße einfach in die Vase stellt, sie trocknet oder als Tee zu sich nimmt, ist Geschmackssache. Und auch, ob man wirklich an ihre magischen Kräfte glaubt. Aber in diesem Buch erfährt man alles Wissenswerte über die Kräuter, die unbeachtet am Wegesrand stehen. Schon die alten Germanen schätzten, wie auch die Griechen, ihre Heilwirkungen. Und an der Magie muss irgendetwas dran sein, wenn sich jahrhundertelang selbst die Katholiken ihrer bedienten. (UF)

Christina Mann, Kraftsträuße. Wilde Kräuter für magische Sträuße. Pala Verlag 2017. 24,90 Euro.