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Samen - Von der Schönheit des Ursprungs

Ein Ode an die Kraft der Natur in Bildern.

Über einhundert unterschiedlichste Samen präsentiert der Fotograf und studierte Biologe Paul Starosta auf eine Weise, die jedes einzelne Exemplar in ergreifender Einfachheit als das Wunderwerk präsentiert, das es ist. Nur jeweils ein einziger Samen pro Seite auf dunklem Hintergrund lädt zum Betrachten ein. Nichts lenkt von Form und Farbe ab. Da schimmert schwarz ein ovaler Kern mit glänzend, glatter Oberfläche. Filigran verschlungene Gebilde mit Hörnern und Stacheln erinnern an urzeitliche Tiefsee-Geschöpfe. Eine braune Kugel mit geschwungener Oberfläche wirkt so appetitanregend, wie ein gerade dem Kuvertüre-Bad entnommener Schokoladentrüffel. Es gibt runde, ovale, kalebassenartige Formen, mit glatter, gefurchter, gemaserter Oberfläche, in erdigem Braun, klerikalem Violett oder leuchtendem Rot.

Und wer die ersten Ahs und Ohs hinter sich hat, und nach dem Betrachten der Bilder mehr wissen möchte, kann die Erklärungen im hinteren Teil des Buches lesen. Botaniker von der Dahlemer Saatgutbank haben in kurzen Texten Hintergründiges zusammengestellt. Da erfährt man, dass einige Samen entzündungshemmende Wirkstoffe in sich tragen, andere giftige, oder dass der Samen des Annattostrauchs sowohl in der Lippenstift- als auch in der Käse-Produktion verwendet wird. Der Same auf dem Titelblatt gehört übrigens zum Sandbüchsenbaum. Er besteht aus sechzehn Teilen und baut während der Reifezeit eine solche Spannung auf, dass er schliesslich mit einem lauten Knall platzt und die einzelnen Teile mit einer Geschwindigkeit von 50 m/Sekunde über 40 Meter weit geschleudert werden. Diesem wunderbaren Bildband möchte man eine ähnlich explosive Verbreitung wünschen.

Paul Starosta; Vorwort Michel Butor; Samen - Von der Schönheit des Ursprungs. Elisabeth Sandmann Verlag, Gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten mit über 200 Abbildungen in Farbe ISBN 978-3-945543-26-9, Preis: 68 €  


Mehr über Samen und die Dahlemer Saatgutbank hören Sie auch in der Folge Samen auf der hohen Kante.