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Brennnesseln. Ein Porträt von Ludwig Fischer.

Die Brennnesseln geben nicht auf – sie werden totgespritzt, gemäht, gegrubbert und gehäckselt, und trotzdem verschwinden sie nicht.

Schon in vorchristlicher Zeit galten sie als Plage, die es im Schweiße des Angesichts auszurotten galt. Dabei handelt es sich um völlig verkannte Universalgenies, die uns ernähren, kleiden und heilen können.

So eignen sich ihre Fasern zur Herstellung von Textilien. Zwar besteht das, was wir heute als „Nesselstoff“ kennen, aus reiner Baumwolle, aber bis in die Neuzeit wurden Brennnesseln tatsächlich in einem aufwändigen Verfahren gesponnen und verwebt. Außerdem verfügen sie über  Heilkräfte. So empfahl schon Hildegard von Bingen, sich gegen Vergesslichkeit mit dem Saft aus der Brennnessel einzureiben. Moderne Mediziner raten, Tees aus dem Kraut zuzubereiten zur Entwässerung. Es soll sogar Mitmenschen geben, die Brennnesseln essen, weil sie sehr viel mehr Nährstoffe enthalten als Spinat oder Kopfsalat. Ein paar Rezepte ergänzen deshalb dieses Buch, das kurzweilig und unterhaltsam ein umfassendes Wissen über dieses Unkraut  vermittelt, das in Wahrheit eine unserer wichtigsten Nutzpflanzen sein könnte.

Brennnesseln. Ein Porträt von Ludwig Fischer. Matthes &Seitz 2017. 18 Euro.