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Gärtnern ohne invasive Pflanzen

Unsere Gärten sind gefüllt mit Pflanzen aus aller Herren Länder. Leider sind einige dieser Arten höchst problematisch – sie schaden der Gesundheit, weil sie Allergien verursachen, sie überwuchern die Landschaft und sie verdrängen einheimische Pflanzen und Tierarten. 

Bekannte und weniger bekannte dieser invasiven Pflanzen werden in diesem Buch vorgestellt. Wie der Sommerflieder. Jeder einzelne Strauch produziert ca. 3 Millionen Samen. Als Pionierpflanze wird er in der freien Natur schnell dominant und verhindert das Aufkommen einheimischer Kräuter und Sträucher. Oder der Schlingknöterich, gern auch „Architekten-Trost“ genannt, weil die schnellwüchsige Pflanze Bausünden aller Art verdeckt. Er kann aber auch Bäume in relativ kurzer Zeit buchstäblich ersticken.

Wer Sommerflieder oder Schlingknöterich in seinen Privatgarten holt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit die Artenvielfalt bedroht. Dabei gibt es einheimische Alternativen, die genauso schön blühen oder klettern, aber keinen Schaden anrichten. Wem die Natur am Herzen liegt, sollte sich deshalb gut informieren, bevor er sich für oder gegen einen bestimmten Strauch oder Baum entscheidet. Denn Vorbeugung ist immer besser als Bekämpfung. (UF)

Norbert Griebel, Gärtnern ohne invasive Pflanzen. Haupt-Verlag 2018,  €29,90