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Igel ganz nah

Neulich im Garten: hinter der Hecke schnauft und pustet und grunzt es, fast so wie ein alter Mann, der zu tief ins Glas geschaut hat. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Verursacher als ein Igel, der durch Laub und Reisig tapst...

Die Freude über den neuen Gartengenossen ist groß, heißt es doch, Igel halten den Garten frei von Schnecken.

Das ist einer von vielen Irrtümern, die das Buch richtig stellt. Tatsächlich fressen Igel nur dann Schnecken, wenn wirklich nichts anderes mehr da ist. Falsch ist es auch zu glauben, dass sie Hilfe brauchen, wenn sie im November noch herumlaufen statt Winterschlaf zu halten. Grundsätzlich gilt: Igel stehen unter Naturschutz, es ist also verboten, sie der Natur zu entnehmen. Wer glaubt, ihnen helfen zu müssen, sollte sich unbedingt beraten lassen, denn die Igelpflege setzt Sachkenntnis voraus. Das wird hier anschaulich gemacht anhand der Geschichte eines Igels, der am Straßenrand gefunden, aufgepäppelt und schließlich wieder ausgewildert wird. Dank der vielen schönen Fotos dazu hält die Freude über den Igel im Garten dann doch an, selbst wenn er die Schnecken schnöde verschmäht. (UF)

Martina Gehret, Igel ganz nah, blv 2017, 15 Euro